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Hilfecenter

MCP oder API – was wann?

Beide bringen teamspace-Daten nach draußen, lösen aber verschiedene Probleme. Die Entscheidungshilfe – inklusive der Frage, was in welcher Edition enthalten ist.

teamspace hat zwei Wege nach draußen: die REST-API und den MCP-Server. Beide greifen auf dieselben Daten zu, richten sich aber an völlig verschiedene Fragen. Wer sie verwechselt, baut wochenlang etwas, das er gar nicht gebraucht hätte.

Die kürzeste Unterscheidung: Die API ist für Software, die immer dasselbe tut. MCP ist für Fragen, die man vorher nicht kennt.

Der Unterschied in einer Tabelle

MCPREST-API
Wer ruft auf?Ein KI-Assistent (Claude, ChatGPT, Cursor …)Ein Programm, das jemand geschrieben hat
Wer benutzt es?Fachanwender, in normaler SpracheEntwickler, in Code
Wann lohnt es?Fragen, die jedes Mal anders sindAbläufe, die jeden Tag gleich laufen
AufwandKonfiguration zusammenklicken, Client verbindenEntwicklung, Test, Betrieb, Pflege
ErgebnisEine Antwort, eine Auswertung, ein neuer DatensatzEine dauerhafte Integration
BerechtigungenDie des angemeldeten BenutzersDie des technischen Zugangs
Enthalten inallen Editionenab der enterprise-Edition

Nimm MCP, wenn …

  • du fragen willst, statt zu programmieren: „Welche Projekte liegen über Budget?”
  • die Fragen jedes Mal andere sind und sich kein Bericht dafür lohnt.
  • du das Ergebnis einmal brauchst und nicht jeden Morgen um sieben.
  • du explorativ arbeitest – eine Antwort führt zur nächsten Frage.
  • die Sache heute stehen soll, nicht in drei Wochen.
  • du in office oder projectfacts bist und die API deshalb gar nicht zur Verfügung steht.

Nimm die API, wenn …

  • ein Ablauf unbeaufsichtigt und wiederholt läuft – nachts, jede Stunde, bei jedem neuen Datensatz.
  • das Ergebnis exakt reproduzierbar sein muss: gleiche Eingabe, garantiert gleiche Ausgabe.
  • ein anderes System dauerhaft angebunden wird – BI-Werkzeug, Buchhaltung, Shop.
  • große Datenmengen in einem Rutsch bewegt werden.
  • der Zugang nicht an einer Person hängen darf, sondern am System.

Die Endpunkte, Authentifizierung und Schemas stehen im Thema API.

Die Editionsfrage

Der praktisch häufigste Grund, sich für MCP zu entscheiden, ist schlicht Verfügbarkeit:

MCP ist in allen Editionen enthalten – office, enterprise und projectfacts. Die reine REST-API gibt es dagegen erst ab der enterprise-Edition.

Für viele office-Kunden ist MCP damit der erste Weg, teamspace überhaupt mit anderen Werkzeugen zu verbinden. Und für einige Aufgaben, für die man früher zwangsläufig die API und einen Entwickler gebraucht hätte, reicht heute ein zugeschnittener MCP-Zugang und eine gut gestellte Frage.

Beides zusammen ist oft die Antwort

Die beiden schließen sich nicht aus, und in der Praxis ergänzen sie sich sauber:

  • Die API hält die nächtliche Übergabe an die Buchhaltung am Laufen – zuverlässig, unbeaufsichtigt, immer gleich.
  • MCP beantwortet nachmittags die Frage, warum die Zahlen aus dieser Übergabe seltsam aussehen.

Ein bewährter Weg ist auch, mit MCP anzufangen: Wenn sich zeigt, dass eine bestimmte Frage jede Woche gestellt wird und die Antwort immer gleich zustande kommt, ist das der Moment, sie als API-Integration zu verfestigen. MCP ist dann der billige Weg herauszufinden, was sich zu bauen lohnt.

Was MCP ausdrücklich nicht ist

  • Kein Ersatz für Berichte. Wenn dieselbe Auswertung regelmäßig gebraucht wird, ist ein Bericht in teamspace schneller, günstiger und für alle gleich.
  • Keine Garantie auf Wortgleichheit. Ein Assistent formuliert seine Antwort jedes Mal neu. Für Zahlen, die exakt und wiederholbar sein müssen, nimm einen Bericht oder die API.
  • Kein technischer Systemzugang. Ein MCP-Zugang hängt immer an einer Person und ihren Rechten – siehe Wie MCP in teamspace funktioniert.

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