Ein Wiki ist nur dann eine verlässliche Wissensquelle, wenn zwei Dinge gesichert sind: Niemand verliert eine Änderung, und niemand übersieht eine. teamspace löst das mit zwei Mechanismen, die im Hintergrund mitlaufen – der Versionsverwaltung und der Beobachterliste. Dieser Artikel erklärt, wie beide funktionieren und wann du sie bewusst einsetzt.
Versionsverwaltung: jeder Stand bleibt erhalten
Jeder Speichervorgang einer Wikiseite erzeugt automatisch eine neue Version. Du musst nichts „archivieren” oder „sichern” – das passiert bei jedem Speichern. Die ursprüngliche Version wird abgelegt, der neue Stand wird zur aktuellen Version.
Die Historie findest du im Detailmanager-Reiter Versionen. Dort siehst du jede Version als Zeile mit Referenzname, Kurzbeschreibung und Änderungsdatum, sodass du nachvollziehen kannst, wann sich was geändert hat.
Eine frühere Version reaktivieren
Hat sich ein Fehler eingeschlichen oder soll ein alter Stand zurück, reaktivierst du die gewünschte Version: Du wählst sie in der Tabelle aus, und sie wird wieder zur aktuellen Version. Der bisherige Stand geht dabei nicht verloren – er bleibt als ältere Version erhalten. Damit kannst du jeden Rollback selbst wieder rückgängig machen, ohne Inhalt zu verlieren.
Mentales Modell: Die Versionsliste ist keine Einbahnstraße. „Aktuelle Version” ist nur ein Zeiger, den du jederzeit auf einen anderen Stand setzen kannst. Du bewegst dich frei vor und zurück, ohne je etwas zu zerstören.
Beobachter: niemand übersieht eine Änderung
Wissen veraltet, wenn Änderungen unbemerkt bleiben. Damit das nicht passiert, hat jede Wikiseite eine Beobachterliste. Wer darauf steht, bekommt eine Meldung, sobald jemand die Seite ändert.
Zwei Wege führen auf die Liste:
- Automatisch: Wer eine Seite erstellt oder bearbeitet, wird automatisch der Beobachterliste hinzugefügt.
- Manuell: Im Detailmanager-Reiter
Beobachterträgst du im BereichBeobachter hinzufügenüber das PflichtfeldMitarbeiterund den Button Hinzufügen weitere Kolleginnen und Kollegen ein. Die Tabelle darunter zeigt alle aktuellen Beobachter.
So weißt du jederzeit, wer informiert ist – und das Wissen bleibt aktuell, weil jede Änderung gemeldet wird.
Zusammenspiel im Alltag
Versionen und Beobachter ergänzen sich: Die Beobachterliste meldet, dass sich etwas geändert hat; die Versionsliste zeigt, was sich geändert hat, und macht es bei Bedarf rückgängig.
Prozess-Glossar. Anna Müller pflegt eine Wikiseite Kampagnen-Ablauf. Nach jeder Retro ergänzt sie eine Erkenntnis und speichert – eine neue Version entsteht. Ihr Team steht auf der Beobachterliste und bekommt die Meldung. Stellt sich eine Ergänzung als falsch heraus, reaktiviert Anna die vorige Version. Niemand muss raten, was aktuell gilt.
Hinweise
- Du musst vor dem Experimentieren nichts kopieren oder duplizieren – jeder Speicherstand ist über
Versionenwieder erreichbar. - Trage bei wichtigen Seiten gezielt die richtigen Beobachter ein, statt dich auf die automatische Aufnahme zu verlassen – so erreichen Änderungsmeldungen auch Personen, die die Seite nur lesen.
- Die Versionsverwaltung ersetzt kein Berechtigungskonzept: wer eine Seite ändern darf, steuerst du über Wiki-Berechtigungen.
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