Die Produktverwaltung zeigt dir, was ein Kunde gerade von dir nutzt – über alle Aufträge, Lizenzen und Wartungen hinweg. Statt durch zehn Aufträge zu blättern, siehst du auf einer Karte am Kunden: aktuelle Lizenzgröße, Monatspreis, seit wann er Kunde ist, ob die Wartung läuft. Daneben hilft sie an der einzelnen Auftragsposition weiter: sie meldet, wenn eine Wartungsposition oder eine Bestellung beim Lieferanten fehlt, und legt beides per Knopfdruck an.
Zwei Stränge, die getrennt laufen
Produktverwaltung ist zwei Dinge in einem Modul. Die beiden Stränge funktionieren unabhängig voneinander – du kannst den einen nutzen, ohne den anderen je anzufassen.
Produktmanager mit Datenanalyse. Eine Vorlage analysiert deine Belege im Hintergrund und sammelt alle Positionen, die zu einem Produkt gehören. Ergebnis: pro Kunde ein „Produkt” mit aktueller Größe, Preis und Laufzeit – auch wenn der Bestand über viele Aufträge und Jahre gewachsen ist. Wie du eine Vorlage baust, steht in Produkte über Vorlagen automatisch erzeugen.
Workflow-Hilfen an der Auftragsposition. Am Verkaufsartikel hinterlegst du einmal: braucht der eine Wartung? Eine Bestellung beim Lieferanten? Sobald jemand den Artikel in einen Auftrag setzt, meldet teamspace den fehlenden Teil – und ein Klick auf den Drei-Punkte-Knopf erzeugt die Wartungsposition oder die Bestellung mit den richtigen Stammdaten.
Beide Stränge greifen am gleichen Ort am Artikel: der Sektion Produktmanagement in den Artikel-Stammdaten. Wie sie zusammenspielen und wann welcher Strang trägt, erklären die Bedienkonzepte.
Wofür sich das lohnt
Du verkaufst Software-Lizenzen, die sich über die Jahre erweitern. Ein Kunde startet mit fünf, kauft später drei dazu, wechselt auf eine andere Edition. Vier Aufträge, drei Preise, ein Erweiterungs-Angebot. Frage: Wie viele Lizenzen hat der heute?
Ohne Produktverwaltung suchst du jedes Mal in vier Belegen nach. Mit Vorlage hast du die Antwort am Kunden – automatisch durchgerechnet, jeden Tag aktuell.
Genauso für Wartungsverträge. Wenn du Geräte oder Lizenzen verkaufst und jährlich eine Wartung dazugehört, soll der Wartungsvertrag nicht in der Auftragsbestätigung vergessen werden. Die Workflow-Hilfe zeigt das Wartung fehlt-Schild rot an, sobald die Position fehlt.
Und für Wiederverkauf. Du verkaufst einen SQL-Server, kaufst ihn aber bei einem Lieferanten ein. Sobald der Auftrag valide wird, erinnert teamspace dich an die Bestellung – ein Klick legt sie an, der Bestellschein ist mit dem Auftrag verknüpft, und der Einkaufspreis fließt zurück in deine Rohertrag-Rechnung.
Wo das Modul im Programm sitzt
Die Produktverwaltung wirkt an drei Stellen im Hauptmenü-Punkt Finanzen:
Finanzen → Produktliste → die Produkte pro Kunde (Größe, Preis, Laufzeit)
Finanzen → Bestell- und Vertragsmanagement → Bestellscheine und Serienverträge
Auftrag → Reiter „Positionen" → Workflow-Hilfen (rote Schilder, Drei-Punkte-Aktionen)
Konfiguration → Finanzen → Produkte → Vorlagen für den Produktmanager
Konfiguration → Finanzen → Artikel → die Workflow-Schalter am Artikel
Ob das Modul bei dir aktiv ist, erkennst du am einfachsten in der Konfiguration: Öffne unter Finanzen → Artikel eine beliebige Lizenz. Gibt es dort die Sektion Produktmanagement, ist das Modul an.
Wenn das Modul nicht aktiv ist
Die Produktverwaltung gibt es ab der Enterprise-Edition und in jeder project-Edition. Wenn du in einem Artikel keine Sektion Produktmanagement siehst – oder in Finanzen keine Produktliste –, ist das Modul vermutlich aus. Einschalten:
Konfiguration → Allgemein → Module → Faktura → Produktverwaltung
Danach taucht die Sektion sofort am Artikel auf, und am Auftrag erscheint im Positions-Reiter der Bereich Produktmanagement mit den Schildchen für fehlende Bestellung oder Wartung.
Hinweis: Die zwei Stränge teilen sich die Sektion
Produktmanagementam Artikel. Wer nur die Workflow-Hilfen braucht (Wartung, Bestellung), lässt das FeldProdukt ist erforderlicheinfach leer – die Vorlagen rührst du dann gar nicht an.
Die typische Aufgabe – eine Lizenz, ein Kunde, ein Vertrag
Volker verkauft teamspace-Lizenzen. Anna Müller von der Agentur Riesig startet mit fünf, ein halbes Jahr später erweitert sie auf acht. Beim ersten Anruf möchte Volker ihren Stand sehen, bevor er das Erweiterungs-Angebot schickt.
Er öffnet die Organisation Agentur Riesig im CRM, der Servicehinweis zeigt das Produkt Lizenz L. Daneben steht die aktuelle Größe – fünf. Im Hintergrund hat die Vorlage Lizenz L alle bisherigen Positionen analysiert und zusammengezogen. Volker schreibt das Angebot über drei zusätzliche Lizenzen, und sobald der Auftrag validiert ist, springt der Stand am Kunden auf acht – ohne dass jemand das Produkt nachpflegt.
Achtung: Die Vorlage erzeugt das Produkt automatisch, wenn ihre Filter passen. Wenn dein Verkauf über einen Artikel läuft, der nicht in der Artikel-Liste der Vorlage steht, taucht er nicht auf. Setz dann am Artikel zusätzlich den Schalter
Produkt ist erforderlichals Sicherheitsnetz – Details in den Bedienkonzepten.
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