Spesen und Material sind die häufigsten Kostenelemente – der Hotelbeleg von der Geschäftsreise, der eingekaufte Eimer Nägel, die Anfahrtspauschale. Drei Belegarten tragen sie: Kostenbeleg für Einzel-Quittungen, Kostenrechnung für Eingangsrechnungen mit mehreren Positionen, Material für Verbrauch und Pauschalen.
Kostenbeleg – die Quittung
Eine Quittung hat eine Position und einen Mehrwertsteuersatz: Taxibeleg, Tankquittung, einfache Hotelrechnung ohne aufgeschlüsseltes Frühstück.
- In der Liste
Kostenden Plus-Button öffnen,Neue Ausgabe (Schnellerfassung)oderNeue Ausgabewählen. - Der Dialog
Kostenbelegöffnet sich mit sechs nummerierten Akkordeons:- Stammdaten:
Bevorzugter Prüfer(Vorbelegung- Leer -) undAusgabetyp*(Vorbelegung- Bitte wählen -). - Datei: Belegscan oder PDF.
- Belegdaten:* Datum, Brutto- oder Netto-Betrag,
Menge(Vorbelegung1,00), Beschreibung. - Abrechnungssituation: die drei Konten Projektkosten, Fakturierbarer Betrag, Mitarbeitererstattung.
- Kosten-/Leistungsrechnung: falls KLR im Mandanten aktiv.
- Zuordnungen: Mitarbeiter, Kunde, Projekt.
- Stammdaten:
- Brutto oder Netto eintragen – teamspace rechnet den jeweils anderen Wert.
- Über
Speichern,Speichern und schließenoderAbbrechenunten abschließen.
Aus einem Reisekostenabrechnungs-Kontext heraus angelegt sind Mitarbeiter, Kunde und Projekt aus dem Standardwerte-Akkordeon der Reise vorbefüllt – dann reicht Speichern und schließen, ohne den Beleg einzeln freizugeben.
Kostenrechnung – die Eingangsrechnung
Mehrere Positionen, gemischte Mehrwertsteuersätze, volle Eingangsrechnungs-Mechanik. Eine Hotelrechnung mit Übernachtung (7 %) und Frühstück (19 %) ist der Klassiker.
- Plus-Button in einer Reisekostenabrechnung oder in der Liste
Kosten, BelegartKostenrechnungwählen. - teamspace fragt zuerst die Eingangsrechnung ab: entweder eine vorhandene Eingangsrechnung wählen oder
Neue Rechnung. - Bei
Neue Rechnungläuft der Dialog mit einer Vorlage aus der Konfiguration. Die Vorlage definiert die Schubladen (typisch ein 19 %- und ein 7 %-Block) und einen Sammel-Adressaten – meist ein anonymer Kontakt, damit du nicht für jede Mini-Rechnung Stammdaten anlegen musst. - Im Beleg die Positionen eintragen: eine 19 %-Position über 100 € brutto und eine 7 %-Position über 50 € brutto ergeben 150 € Gesamt-Brutto – die Sätze laufen sauber getrennt durch die Buchhaltung.
- Über
Speichern und schließenlandest du im Detailmanager des Kostenelements, das auf der Rechnung beruht. Hier setzt du dieAbrechnungssituation. Die Eingangsrechnung selbst hängt im Hintergrund als Beleg-Quelle.
ℹ Fehlt die Belegart
Kostenrechnungim Plus-Button-Drop-down, ist sie im Mandanten nicht angelegt.Systemkonfiguration → Finanzen → Kostentypenöffnen und über das Plus eineKostenrechnunganlegen – Details in Kostentypen, Zuschläge & Belegvorlagen einrichten.
Material – Verbrauch und Pauschalen
Material ist alles, was du im Projekt verbrauchst und dem Kunden in Rechnung stellen willst. Auch klassische Pauschalen – Anfahrts-, Übernachtungspauschalen – laufen häufig über Material, weil sie wie ein Stückgut behandelt werden.
- Plus-Button in der Liste
Kosten, EintragNeue Materialkosten. - Der Dialog
Materialhat fünf nummerierte Akkordeons:Stammdaten,Belegdaten*,Abrechnungssituation,Kosten-/Leistungsrechnung,Zuordnungen. Felder unterStammdaten:Bevorzugter Prüfer,Ausgabetyp*. Mengegrößer als 1 ist sinnvoll – fünf Anfahrtspauschalen, drei Eimer Nägel.
Buchst du Material aus einem Projekt heraus (über die Schnellerfassung am Projekt-Detailmanager), hast du in der Auswahl die Material-Typen, die dein Auftrag vorsieht. Eine Anfahrtspauschale mit Fakturierbarer Betrag → gemäß Auftrag zieht den Preis aus der Auftragsposition – z. B. 17,80 € – statt des Stamm-Preises des Ausgabetyps (z. B. 50 €). Wie die vier Preisquellen funktionieren, steht in Kosten an Kunden weiterverrechnen.
Zahlungsmethode – privat oder Firmenkarte
Beim Anlegen fragt teamspace, wer bezahlt hat. Das ist der entscheidende Auslöser für die Mitarbeiterabrechnung:
- Privat bezahlt: der Mitarbeiter bekommt das Geld zurück.
Mitarbeitererstattungsteht auf dem Bruttobetrag, die Mitarbeiterabrechnung im HR-Modul nimmt den Posten auf. - Firmenkarte / Firma bezahlt: der Mitarbeiter bekommt nichts zurück.
Mitarbeitererstattungsteht auf 0 oderNein. Der Beleg läuft trotzdem ins Projekt und an den Kunden – aber nicht durch die Mitarbeiterabrechnung.
Die Mitarbeitererstattung lässt sich auch in einer anderen Währung führen, falls du im Ausland bar gezahlt hast.
Verbindung zur Reise
Im Kontext einer Reisekostenabrechnung ist der Anlege-Weg über das Plus im Reiter Kosten schneller, weil Projekt und Kunde aus den Standardwerten der Reise vorbefüllt sind, die Belegart-Auswahl (Verpflegungssatz, Fahrtkosten, Kostenbeleg, Kostenrechnung, Material) direkt erscheint und der Beleg beim Speichern automatisch im Reisekontext landet. Belege außerhalb einer Reise hängst du nachträglich über die Sammelabrechnung ein.
Typische Fragen & Anforderungen
| Du möchtest … | So geht’s |
|---|---|
| Eine einfache Taxiquittung schnell erfassen | Neue Ausgabe (Schnellerfassung) → Ausgabetyp, Datum, Betrag, fertig. |
| Eine Hotelrechnung mit Frühstück und Übernachtung | Kostenrechnung mit getrennten 19 %- und 7 %-Positionen statt Kostenbeleg. |
| Dein Geld zurückbekommen | Beim Anlegen privat bezahlt wählen – dann steht Mitarbeitererstattung auf dem Bruttobetrag. |
| Mit Firmenkarte bezahlte Belege erfassen | Firmenkarte wählen – Beleg läuft ins Projekt/an den Kunden, aber nicht in die Mitarbeiterabrechnung. |
| Eine Anfahrtspauschale mit Auftragspreis buchen | Material aus dem Projekt buchen, Fakturierbarer Betrag → gemäß Auftrag – Preis kommt aus der Auftragsposition. |
| Mehrere gleiche Materialposten | Menge größer als 1 setzen statt mehrere Einzelbelege. |
| Belegart Kostenrechnung fehlt im Menü | Typ in Systemkonfiguration → Finanzen → Kostentypen anlegen – siehe Konfiguration. |