Die Kosten- und Leistungsrechnung (KLR) ist Teil des internen Rechnungswesens: Sie betrachtet Kosten und Leistungen aus der innerbetrieblichen Wertschöpfung. Im Gegensatz zur Finanzbuchhaltung ist sie nicht verpflichtet und weniger reglementiert. Ihr Zweck ist Controlling: Kosten ihrem Verursacher zuordnen und so die Wirtschaftlichkeit interner Prozesse prüfen und optimieren.
Dieser Artikel erklärt das KLR-Modell und wie teamspace es umsetzt. Die konkreten Berichte stehen in Finanzberichte und Projektberichte.
Die drei Ordnungskriterien
Die KLR unterscheidet drei Kriterien – sie sind das Herz des Modells:
- Kostenarten teilen Kosten in Kategorien ein (z. B. Material, Personal).
- Kostenstellen bezeichnen die Bereiche/Abteilungen, in denen die Kosten entstanden sind (z. B. Produktion, Service, Marketing).
- Kostenträger sind die erzeugten Produkte bzw. Leistungen, denen die Kosten zugeordnet werden (z. B. Herstellung, Installation, Wartung).
Darauf bauen die drei klassischen Stufen auf: Kostenartenrechnung (welche Kosten?), Kostenstellenrechnung (wo entstanden?) und Kostenträgerrechnung (wofür?). Einzelkosten gehen direkt in die Kostenträgerrechnung, Gemeinkosten werden zuvor auf Kostenstellen verteilt.
Wie teamspace die KLR umsetzt
In teamspace gibt es vier Element-Typen, die positive oder negative monetäre Zusammenhänge abbilden: Finanzpositionen, Zeiten, Kostenelemente und Buchungen. Alle wurden so erweitert, dass sie eine flexible, regelbasierte Zuordnung von Kostenart, Kostenstelle und Kostenträger ermöglichen.
Beim Erstellen eines solchen Elements kannst du die KLR-Informationen direkt einsehen bzw. ändern – entsprechende Rechte vorausgesetzt. Soweit möglich werden die Zuordnungen automatisch vorbefüllt: Das System greift in einer festen Reihenfolge auf verschiedene Informationsquellen zurück, die sich pro Elementtyp konfigurieren lassen.
Ein Beispiel für die Einstellung bei Kostenelementen:
Kostenart: 1. Ausgabetyp
Kostenträger: 1. Projekt
Kostenstelle: 1. Mitarbeiter 2. Kunde
Hier richtet sich die Kostenart nach der Art der Ausgabe (Material-, Reisekosten etc.), der Kostenträger ist das Kundenprojekt, die Kostenstelle zunächst der Mitarbeiter – ist für ihn keine feste Kostenstelle vorgesehen, betrachtet das System als Nächstes den Kunden.
Was du davon im Alltag hast
Der regelbasierte Mechanismus ordnet Kosten präziser und mit geringem Aufwand zu. In vielen Listen – z. B. den Projektzeiten – lassen sich Kostenart, Kostenstelle und Kostenträger als aktive Spalten anzeigen und danach filtern. So identifizierst du Kostentreiber oder besonders rentable Produkte direkt im Bericht.
Wo die Grenzen liegen
teamspace bietet einen Überblick über die Zuordnung von Primärkosten auf Kostenart, Kostenstelle und Kostenträger. Nicht unterstützt werden:
- interne Leistungsverrechnung im Sinne der Verteilung von Kostenstellen über Sekundärkosten,
- die Verteilung von Gemeinkosten.
Für diese weitergehenden Verfahren ist die KLR in teamspace nicht ausgelegt.
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