Jede Position in einem Auftrag trägt eine Abrechnungsart. Sie sagt dem System, wie aus der Position eine Zeile in der Rechnung wird – was multipliziert, was gesammelt, was wiederholt wird. teamspace kennt sechs Arten, mit denen sich fast jede Vertragssituation abbilden lässt.
Der Auftrag ist der „Chef vom Dienst” des Abrechnungsprozesses: Er zeigt immer genau an, was du aktuell abrechnen kannst (roter Knödel), was noch wartet (gelbe Sanduhr) und was schon abgerechnet ist (grün). Die Abrechnungsart legst du beim Anlegen des Artikels fest. In der einzelnen Position kannst du Festpreis und Aufwand noch tauschen – Zeitdauer und Prozent sind nach dem Anlegen fix.
Nicht jeder sieht alle sechs. Welche Abrechnungsarten im Drop-down stehen, lässt sich in der Administration ein- und ausschalten. Um die Auswahl übersichtlich zu halten, sind in vielen Mandanten standardmäßig nur die vier wichtigsten aktiv –
Nach Festpreis,Nach Aufwand,Nach ZeitdauerundNach Prozentanteil.Nach RegelnundHOAIwerden bei Bedarf dazugeschaltet. Fehlt dir eine Art, wende dich an deine Administration.
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Erledigt 2026-06-24: teamspace kennt sechs Abrechnungsarten –
Nach Festpreis,Nach Aufwand,Nach Zeitdauer,Nach Prozentanteil,Nach RegelnundHOAI. Welche im Drop-down erscheinen, ist konfigurierbar; standardmäßig sind oft nur die vier wichtigsten aktiv – daher waren am 2026-06-22 nur vier sichtbar. Artikel von „fünf” auf „sechs Abrechnungsarten” umgestellt, HOAI als eigene Art aufgenommen und den Konfigurations-Hinweis ergänzt.
Festpreis – die einfache Form
Festpreis ist Einzelpreis mal Anzahl, abzüglich Rabatt – kein Sammeln im Hintergrund. Du legst die Position an, gibst Anzahl und Einzelpreis ein, das System rechnet die Summe. Der Auftrag schaut in seinen Rechnungen nach, was bereits abgerechnet wurde; der Rest ist offen und abrechenbar, sofern keine Regel ihn zurückhält. Klassisch für Pauschalen, Schulungen, Lieferungen.
Nach Aufwand – Zeitbuchungen sammeln
Bei „nach Aufwand” (engl. time and material) legst du fest, was eine Einheit kostet – eine Stunde Beratung, eine Anfahrtspauschale. Das System sammelt die gebuchten Zeiten aus dem Projekt, legt sie auf die Position und liefert in der Rechnung einen Tätigkeits- und Kostennachweis mit.
Eine Aufwandsposition braucht eine Verknüpfung zum Projekt, damit sie die Zeiten findet. Du kannst sie auch ohne eigenes Arbeitspaket als Stundensatz-Sammler führen: Bucht ein Mitarbeiter Zeit, prüft das System die Positions-Hierarchie und ordnet die Zeit dem passenden Stundensatz zu. So baust du differenzierte Logiken – Stundensatz Volker zu 120 €, der Rest zu 100 €. Wie die Zeit-zu-Position-Zuordnung läuft, erklärt Projekt und Auftrag im Zusammenspiel.
Nach Zeitdauer – wiederkehrende Abrechnung
Eine Zeitdauerposition braucht zwei Angaben: den Turnus (alle X Monate, alle X Jahre) und das Startdatum. Sobald eine Periode anfängt, wird die Position abrechenbar. Der Turnus wird im Artikel festgelegt und ist später nicht mehr änderbar – brauchst du dieselbe Sache jährlich statt monatlich, legst du einen neuen Artikel an.
Über die Abrechnungsabweichung bestimmst du, wann abgerechnet wird – am Periodenstart (0 Tage), davor (z. B. −10 Tage für Vorab-Lizenzen) oder danach. Zeitdauerpositionen lassen sich mit einem Aufwands-Kontingent kombinieren (etwa 45 Minuten Support gratis pro Monat). Alles dazu steht in Wiederkehrende Rechnungen und Wartungsgebühr mit Gratis-Kontingent.
Prozent – eine Position auf eine andere
Eine Prozentposition braucht eine Berechnungsbasis: eine andere Position, ein Bereich (mit allen Positionen darin) oder ein Basiswert – eine spezielle Position, die nicht abgerechnet wird, sondern nur als Referenzgröße existiert.
Klassiker sind Zuschläge auf erbrachte Leistungen. Auch das HOAI-Honorar rechnet im Hintergrund mit Prozentanteilen – dafür gibt es aber eine eigene Abrechnungsart (siehe unten).
Nach Regeln – automatische Zusatz-Kosten
Eine Position „nach Regeln” analysiert die in einer Rechnung abgerechneten Zeiten und erzeugt daraus zusätzliche Kostenpositionen – wenn die Regel zutrifft. Beispiel: pro Tag, an dem ein Mitarbeiter mehr als fünf Stunden vor Ort war, kommt eine Spesen-Pauschale von 50 € hinzu. Diese Art ist die seltenste – sinnvoll bei standardisierten Vor-Ort-Pauschalen, Nacht- und Wochenend-Zuschlägen.
HOAI – Honorar nach Leistungsphasen
Die Honorarordnung für Architekten und Ingenieure ist als eigene Abrechnungsart hinterlegt. Statt die neun Leistungsphasen von Hand als Prozentpositionen aufzubauen, wählst du beim Artikel die Art HOAI: Du setzt die Rahmenbedingungen (Fassung, Leistungsbild, Honorarzone, Honorarsatz und anrechenbare Baukosten), und teamspace berechnet das Honorar und legt alle Leistungsphasen als Unterpositionen an. Schritt für Schritt steht das in HOAI-Honorar abrechnen.
Welche Art für welchen Vertrag
| Vertragstyp | Passende Art |
|---|---|
| Pauschale, Lieferung, Workshop | Festpreis |
| Beratung, Schulung mit Zeitbuchung, Vor-Ort-Einsatz | Nach Aufwand |
| Wartung, Lizenz, Miete, Abonnement | Nach Zeitdauer |
| Zuschlag auf Leistungen, Honorar auf Basiswert | Prozent |
| Spesen-Pauschale aus Zeit-Analyse | Nach Regeln |
| Architekten- und Ingenieurhonorar | HOAI |
In einem Auftrag dürfen alle Arten gleichzeitig stehen – die meisten realen Verträge mischen zwei oder drei. Eine Software-Wartung kann eine Zeitdauerposition (Grundgebühr), eine Aufwandsposition (Zusatz-Support über Kontingent) und eine Festpreisposition (Einrichtung einmalig) zusammen tragen.
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