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Deckungsbeitrag I und II je Projekt, Kunde und Bereich

Wie teamspace den Deckungsbeitrag I aus Zeiten, Kosten und Belegen berechnet, wie Umbuchungen und Umlagen daraus den DB II machen und wie du ihn je Projekt, Kunde und Bereich auswertest.

Der Deckungsbeitrag (DB) ist das, was eine Leistung nach Abzug der Kosten übrig lässt, die sie direkt verursacht. Dieser Betrag trägt zur Deckung der Fixkosten bei. teamspace rechnet zwei Stufen: den DB I aus allen Primärbuchungen und den DB II, der zusätzlich Umbuchungen und Umlagen enthält. Beide stehen tagesaktuell am Projekt, nicht erst im Monatsbericht.

DB I: Erlöse minus direkte Kosten

Der DB I ergibt sich allein aus den vier Buchungsquellen, ohne Zusatzaufwand:

  • Erlöse aus Ausgangsbelegen,
  • Personal aus Zeitbuchungen (gebuchte Stunden × interner Kostensatz),
  • Fremdleistungen aus Eingangsbelegen,
  • Spesen und Provisionen aus Kostenelementen,
  • sonstige direkte Kosten aus Allgemeinen Buchungen.
Erlöse (Ausgangsbelege) 120.000 € − Personal (Zeitbuchungen) −62.000 € − Fremdleistungen −18.000 € − Spesen, Provision −4.500 € − Sonstige direkte Kosten −1.500 € = DB I 34.000 €
Beispiel P-2026-018 Restrukturierung Müller GmbH: DB I von 34.000 €, eine DB-I-Marge von 28,3 % (Beispielzahlen).

Der DB I zeigt der Projektleitung jederzeit, ob das Projekt in den schwarzen Zahlen ist. Er lässt sich auf Kunde, Abteilung und Bereich aggregieren und ist konsistent, weil alle Quellen dieselben drei Dimensionen tragen.

DB II: plus Sekundärbuchungen

Was der DB I nicht enthält, sind die Gemeinkosten: Verwaltung, IT, Geschäftsführung, Server, Lizenzen und der Rest der Gehälter. Sie kommen über Sekundärbuchungen dazu: Umbuchungen, Umlagen und die Umlage des Rests der Gehaltskostenstelle. Es gilt:

DB I (Primärbuchungen) + Sekundärbuchungen = DB II

Beispiel Kostenträger KLR-KT1, seit Jahresbeginn:

PositionBetrag
DB I aus Primärbuchungen800 €
Umbuchung (Kostenart 9200)−200 €
Umlage des Gehaltsrests (Kostenart 9390)−50 €
DB II550 €

Ohne Umlagen würden alle Projekte gut aussehen, das Unternehmen aber trotzdem Verlust machen, weil der Overhead nirgends auftaucht. Der DB II macht ihn sichtbar.

Drei Ebenen der Auswertung

EbeneWas du siehstWoher
Projekt (Kostenträger)DB I und DB II je Projekt oder Vertrag. Teilprojekte eines Rahmenvertrags können sich einen Kostenträger teilen.Detailmanager des Kostenträgers
KundePlan, Ist, DB I und DB II über alle Projekte und internen Tätigkeiten eines Kunden, einschließlich Umbuchungen und Umlagenüber das Zielprojekt des Kostenträgers
Bereich (Kostenstelle)DB je Kostenstelle, über den Kostenstellenbaum bis zum ganzen UnternehmenDetailmanager der Kostenstelle, KLR-Analyse

Wo du den Deckungsbeitrag siehst

Warum Auslastung so ein starker Hebel ist

Bei Dienstleistern sind 60 bis 80 % der Kosten Personal. Eine Stunde, die nicht verkauft wurde, lässt sich nicht ins Lager legen. Faustregel: Bei 50 Vollzeitkräften und einem Tagessatz von 1.500 € bringt ein Prozentpunkt mehr Auslastung rund 165.000 € Jahresergebnis. Wo diese Stunden verloren gehen, zeigt der Rest auf der Gehaltskostenstelle (siehe Personalkosten über die Gehaltskostenstelle verrechnen).

Grenzen

  • Der DB I enthält keine Gemeinkosten. Für die Frage „Trägt sich dieser Bereich?” brauchst du den DB II.
  • Die Genauigkeit hängt an den internen Kostensätzen. Sind sie zu niedrig, sieht jedes Projekt zu gut aus. Pflege sie je Zeitabschnitt (siehe Kostensätze, Provisionen & Ad-hoc-Versand einrichten).
  • Ohne Gehaltskostenstelle sind die Personalkosten nur geschätzt: Urlaub, Krankheit und Leerlauf tauchen nirgends auf.

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